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Arnaud Leclercq - Nie über Religion sprechen (Handelszeitung)

Nie über Religion sprechen

Haben wohlhabende Araber andere Bedürfnisse als europäische Bankkunden?
Arnaud Leclercq: Arabische Kunden reagieren selbst auf kleinste Vermögensschwankungen höchst sensibel, ähnlich wie Russen. Daher suchen sie grösstmögliche Stabilität in finanziellen Belangen.

Vor diesem Hintergrund bevorzugen sie auch oft Vermögensverwaltungsmandate. Zudem legen sie viel Wert auf den Leistungsausweis und die Loyalität der einzelnen Personen, mit denen sie bei der Bank zu tun haben. Zu guter Letzt sind sie sehr kostenbewusst geworden.

Worauf führen Sie das zurück?
Leclercq: Die jüngere Generation hat in den westlichen Metropolen studiert und ist mit unserem Lebensstil vertraut.
Dazu gehört auch ein anderes Kostenbewusstsein als jenes, das ältere arabische Kunden pflegen.

Sind Sharia-konforme Anlagen wichtig?
Leclercq: Sharia-Investments werden überbewertet. Sie sind in erster Linie ein Medienthema. In der Praxis hält sich die Nachfrage nach solchen Finanzanlagen in Grenzen. Zwar legen viele Kunden - entsprechend der Sharia - grossen Wert darauf, zum Beispiel nicht in Alkohol - firmen oder in Waffenunternehmen zu investieren. Doch bei Zinsanlagen gibt man sich längst nicht mehr so restriktiv wie früher. Insofern darf man als Bank das Thema nicht ignorieren. Aber man kann es mittlerweile mit der nötigen Prise Pragmatismus angehen.

Was sind die Gebote und Verbote im Geschäft mit der arabischen Kundschaft?
Leclercq: Zeit ist ein wichtiger Faktor. Termine lassen sich nie in so dichter Kadenz wie in Europa fixieren. Stattdessen muss man verfügbar sein. Geduld ist gefragt. Oft redet man lange über alltägliche Begebenheiten, bevor das Familienoberhaupt zum Thema kommt. Selber sollte man nie über Religion oder Politik sprechen.

Wie ist Lombard Odier in der arabischen Welt präsent?
Leclercq: Wir bearbeiten den Markt sowohl von Dubai als auch von Genf und London aus. Das ist heute Bedingung und hat mit der zunehmend westlich orientierten Klientel zu tun. Insgesamt betreuen drei Dutzend Leute die Region. Wichtig
ist, dass die Teams aus lokalen sowie europäischen und schweizerischen Beratern bestehen. Wir publizieren keine Zahlen. Sie können jedoch annehmen, dass wir Kundengelder im einstelligen Milliarden-Franken-Betrag verwalten.

Was sind Ihre Pläne?
Leclercq: Wir suchen zusätzliche Kundenberater und möchten künftig auch von Zürich aus diese Klientel bedienen.

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Qui est Arnaud Leclercq?

Arnaud Leclercq

De nationalité française, banquier-professeur-militant aux multiples facettes, Arnaud Leclercq est Président non-exécutif d’une société de gestion d’actifs dans le Golfe, ancien associé commanditaire et membre du Comex d’une banque privée suisse, professeur de géopolitique, auteur, investisseur…, il est également engagé pour la sauvegarde du patrimoine breton, la défense des droits des propriétaires ruraux et participe activement aux réflexions prospectives et stratégiques pour une Bretagne conjuguée au futur. Titulaire d’un MBA de HEC et diplômé de la Harvard Business School et en droit privé de l’université Paris II, ancien élève de l’école doctorale de géographie de Paris, sa thèse de doctorat (Paris I Sorbonne) a été publiée en 2013 sous le titre «La Russie puissance d’Eurasie. Histoire géopolitique des origines à Poutine», laquelle est désormais un ouvrage de référence. Il enseigne le cours de géopolitique globale du MBA de HEC Paris depuis 2014, ses analyses ont été fréquemment sollicitées par les médias.